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Programmieren mit micro:bit – erste Erfahrungen

Über den micro:bit

Bei dem micro:bit handelt es sich vereinfacht gesagt um einen kleinen Computer, der mit verschiedenen Sensoren ausgerüstet ist und der sich kinderleicht programmieren lässt. Genauer Details zum micro:bit erfahrt ihr unter https://microbit.org. Programmiert wird der Minicomputer natürlich mit einem richtigen PC. Dafür wird keine Softwareinstallation benötigt, denn die Programmieroberfläche ist webbasiert. An dieser Stelle auch ein grosses Lob an die Entwickler, denn diese Plattform ist sehr übersichtlich, intuitiv und in verschiedenen Sprachen nutzbar. Das Programmieren selbst erfolgt wahlweise auf einer block- oder textbasierten Programmiersprache.

Erste Erfahrungen in der Klasse

Die ersten Erlebnisse mit dem micro:bit machten die Schülerinnen und Schüler, in dem Sie ganz einfache Programme geschrieben haben, wie zum Beispiel das Anzeigendes eigenen Namens auf dem 5×5 LED-Panel auf Knopfdruck. Als erstes grösseres Projekt haben die wir einen Schrittzähler programmiert. Dazu nutzten wir den eingebauten Bewegungssensor. Das ganze Programm war mit wenigen Blöcken erstellt und konnte von den Kindern selbständig geschrieben werden.

Schere-Stein-Papier

Der micro:bit kann auch so programmiert werden, dass er auf Knopfdruck zufällig eines der drei bekannten Kultsymbole anzeigt. Für dieses Projekt arbeiteten die Schülerinnen und Schüler selbständig mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, von denen einige auf der Plattform zu finden sind. Vorteil dieser Anleitungen ist es, dass die Kinder so auch komplexere Programme schreiben können. Innerhalb einer Lektion schaffte es so jedes Kind, seinen micro:bit zu programmieren und wir konnten die Stunde mit einem kleinen Schere-Stein-Papier-Turnier abschliessen.

(Foto: Daniel Fleischmann)

Persönliche Meinung

Vielleicht hat man es bereits ein wenig herausgehört, denn ich bin auf jeden Fall ein Fan des micro:bit. Dies aus einem ganz einfachen Grund: der micro:bit macht das Programmieren greifbar. Anders als (ebenfalls wertvolle) Programme wie Scratch oder XLogo schafft er es allerdings, den abstrakten Vorgang des Programmierens vom Bildschirm zu lösen. Meiner Meinung nach gelingt es so den Kindern viel besser, programmierte Abläufe in ihrem Alltag zu verstehen. Ausserdem finde ich die Plattform sehr übersichtlich, intuitiv und benutzerfreundlich. Das blockbasierte Programmieren ist für die Kinder einfach zu erlernen und bietet nach oben unbegrenzte Möglichkeiten (Low Flor High Ceiling). Auch aus finanziellen Aspekten ist der micro:bit durchaus interessant. Ein micro:bit kostet zwischen 20.- bis 30.-. Ein Classroom Pack mit 10 Stücken gibt’s bereits für 225.- Gute Erfahrungen habe ich mit folgendem Anbieter gemacht https://educatec.ch (nun aber genug Werbung).

Autor:
Daniel Fleischmann, Klassenlehrer und iScout, Primarstufe in Uttwil

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