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Erfahrungsbericht ePortfolio und Projektdokumentation mit Sway 

Die Schüler konnten ihre Arbeiten professionell präsentieren und ihre kreativen Fähigkeiten entwickeln.

Im vergangenen Jahr habe ich damit begonnen, mit meinen Schülern in der Schule ein ePortfolio zu erstellen. Dabei nutzen einige Schülerinnen und Schüler die Software auch zur Dokumentation ihrer Projekte. In diesem Blogbeitrag möchte ich unsere Erfahrungen mit Microsoft Sway teilen, da es im Office 365 enthalten ist und eine einfache Möglichkeit bietet, Einträge professionell darzustellen und schnell zu präsentieren. 

Aller Anfang ist schwer

Die Arbeit mit Microsoft Sway gestaltete sich jedoch nicht einfach. Die Arbeit mit Microsoft Sway unterscheidet sich deutlich von der Verwendung von PowerPoint. Alles ist eher indirekt, und der Unterschied zwischen der Eingabe und der Anzeige ist erheblich. Das erforderte eine gewisse Eingewöhnungszeit für mich und meine Schülerinnen und Schüler. Um ihnen genügend Erfahrungen zu ermöglichen und eine effektive Nutzung zu gewährleisten, habe ich Sway auch für andere Aufgaben eingesetzt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Sway keine integrierte Rechtschreibprüfung oder Diktierfunktion bietet. 

Eingabe 

Ergebnisse 

Positive Ergebnisse und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

Trotz dieser anfänglichen Herausforderungen können sich die Ergebnisse unserer Arbeit mit Microsoft Sway sehen lassen. Das ePortfolio und die Projektdokumentation wirken wesentlich professioneller als zuvor. Sie bieten eine ausgezeichnete Grundlage für Kurzpräsentationen und ermöglichen es uns, anderen Menschen schnell und anschaulich zu zeigen, an welchen Projekten wir gearbeitet haben und welche Fähigkeiten wir entwickelt haben. Da die Kinder das Programm regelmässig nutzen, treten kaum noch Probleme auf. Sie gestalten mithilfe von Sway multimediale Inhalte, die sie auch in späteren Jahren noch betrachten können – zumindest solange sie noch in der Schule sind. 

Anzeige 

Multimedialität und Übersicht 

Die Vielfältigkeit von Sway zeigt sich darin, dass die Kinder problemlos Bilder einfügen und Videos einbetten können. Zudem ermöglicht es ihnen, Inhalte mit ihren Handys zu erstellen und nahtlos in Sway zu integrieren. Weiter bietet das Programm eine Übersicht über alle gemachten Einträge mit Hilfe einer Timeline. 

Timeline 

Weiteres 

Allerdings bleibt eine wichtige Frage offen: Was passiert mit den Daten, wenn die Schüler die Schule verlassen und keinen Zugriff mehr auf ihren Microsoft 365 Account haben? Die langfristige Archivierung und der Datenschutz stellen hier weiterhin Überlegungen dar, die sorgfältig angegangen werden müssen. 

Fazit 

Die Nutzung von Microsoft Sway als ePortfolio-Tool in der Schule hat sich als erfolgreich erwiesen. Die Schüler:innen konnten ihre Arbeiten professionell präsentieren und ihre kreativen Fähigkeiten entwickeln. Die Ergebnisse waren beeindruckend und ermöglichten Kurzpräsentationen sowie die Integration von multimedialen Inhalten. Allerdings fehlen in Sway eine Rechtschreibprüfung und Diktierfunktion. Zudem stellt sich die Frage nach der langfristigen Sicherung der Daten außerhalb des Schulkontextes. Insgesamt bietet Sway eine einfache Möglichkeit, Einträge ansprechend darzustellen und anderen schnell zu präsentieren. 

Bei der Nutzung von Microsoft Sway sollte man folgendes beachten: 

  1. Unterschiedliche Arbeitsweise und Eingewöhnungszeit aufgrund der indirekten Arbeitsweise und des signifikanten Unterschieds zwischen Eingabe und Anzeige. 
  2. Fehlende Rechtschreibprüfung und Diktierfunktion erschweren die Fehlerkorrektur und die mündliche Ausdrucksweise der Schüler. 
  3. Die Abhängigkeit von einem Microsoft 365 Account wirft Fragen zur Langzeitarchivierung der Inhalte auf, insbesondere wenn Schüler die Schule verlassen und keinen Zugriff mehr auf ihren Account haben.  

Ich hoffe, dass Microsoft da noch nachbessert… 

Bilder: Screenshots eines Projekts einer Schülerin

Roger Knöpfli, Lehrer einer 4. – 6. Klasse und iScout in der Schule Bürglen

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