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MIA Weiterbildung im Bereich Lernapps

Eine Aufgabe, für die iScouts mehr und mehr zuständig sind, ist der Organisation von teaminternen Weiterbildungen im Bereich «Medien und Informatik» bzw. der Anwendungskompetenzen von Lehrpersonen.

Letizia Severini (Sek Amriswil) und Nicole Grob (Sek Wigoltingen) beschreiben in diesem Blogbeitrag, wie sie an ihren Schulen einen solchen Weiterbildungsnachmittag geplant und durchgeführt haben und fassen ihre Erkenntnisse zusammen.

Einführung / Ausgangslage

Eine gelungene Weiterbildung im Bereich Lernapps thematisiert nicht nur das Aneignen, sondern auch das Verstehen und Durchführen im eigenen Unterricht, um die Schülerinnen und Schüler auf eine andere Art und Weise anzusprechen. Beispielsweise das Lernen von Vokabular in Fremdsprachen: Früher mussten diese von Hand auf Karteikarten geschrieben werden, heute sind bereits vorgefertigte digitale Kartensets verfügbar. Dass man von solchen innovativen Möglichkeiten Gebrauch macht, ist insofern wichtig, da auch die Schule eine sich stetig entwickelnde Institution darstellt. Auch verändern diese Angebote das Lernen, was sich unserer Meinung nach motivierend auf die Schülerinnen und Schüler auswirkt.

Vorbereitung als iScout

Wir haben uns in der Vorbereitung viel miteinander abgesprochen, um den Weiterbildungsblock so ähnlich wie möglich zu gestalten, damit wir in der Reflexion verschiedene Anhaltspunkte bekommen. Wichtig war es hier, dass wir den Vorteil hatten, dass beide Schulen mit Applegeräten arbeiten.

Photo by Arthur Lambillotte on Unsplash

Bereits im Vorfeld haben wir uns Gedanken gemacht, welche Lernapps für das Team lohnenswert sind. Dazu haben wir ein Mindmap gemacht, in dem wir verschiedene uns bekannte Lernapps und -Webseiten notiert haben. Im zweiten Schritt haben wir uns überlegt, welche Apps schon im Schulhaus vorhanden sind und welche wir gerne vertiefen würden.

Mindmap mit Toolübersicht (Nicole Grob & Letizia Severini)

Ablauf der Weiterbildung

Wir haben uns dafür entschieden, einige Tage vor der Durchführung der Weiterbildung eine Einladung inklusive Ablauf zu verschicken. Dies ermöglicht den Lehrpersonen im Vorhinein eine Auswahl der Angebote. Optional kann die Kursleitung eine Liste erstellen, in welcher sich die Teilnehmenden einschreiben können. Dies bietet sich vor allem bei grösseren Schulhausteams an. Anbei ein möglicher Zeitplan einer solchen Weiterbildung:

Beispiel einer Zeitplanung (Nicole Grob & Letizia Severini)

Für einen reibungslosen Ablauf war uns wichtig, die technischen Voraussetzungen abzuklären und auszuprobieren. Für die anwesenden Lehrpersonen ist es nötig, ein funktions- und internettüchtiges Gerät dabeizuhaben.

Umsetzung

Wir sind bei der Durchführung unserer Weiterbildung folgendermassen vorgegangen:

  • Zu Beginn wird als gemeinsamer Start der Ablauf nochmals kurz geschildert. Danach begeben sich die Lehrpersonen in ihre gewünschten Kursangebote. Die Kursleitung der entsprechenden App stellt das Tool in einem ungefähren Zeitaufwand von 20 – 30 Minuten vor und klärt offene Fragen.
  • In einem nächsten Schritt haben die Kursteilnehmenden die Chance, ihre neuen Erkenntnisse umzusetzen und das vorgestellte Tool auszuprobieren. In der Übungsphase ist es den Lehrpersonen freigestellt, wie sie sich organisieren. Die Kursleitung fungiert dabei als Experte und berät die Lehrpersonen.
  • Nach dieser Übungsphase treffen sich die Gruppenmitglieder wieder und tauschen kurz aus, was sie umgesetzt haben. Spannend hierbei war zu sehen, inwiefern sich die Intensität der Auseinandersetzung mit der Lernapp unterschied. Einige kamen mit fast fertigen Unterrichtsideen, andere beschäftigten sich mit den Basics der Lernapp.
  • Nach einer kurzen Pause gehen die Lehrpersonen in ihre neue Gruppe und wiederholen den vorherigen Ablauf für das neue Tool.
  • Damit der Nachmittag gemeinsam abgerundet werden kann, versammelt sich das ganze Lehrpersonenteam, um prägnante Kernaussagen der Weiterbildung digital festzuhalten. Hier wurden zu unserem Erfreuen auch viele positive Rückmeldungen gegeben.
  1. Zu Beginn wird als gemeinsamer Start der Ablauf nochmals kurz geschildert. Danach begeben sich die Lehrpersonen in ihre gewünschten Kursangebote. Die Kursleitung der entsprechenden App stellt das Tool in einem ungefähren Zeitaufwand von 20 – 30 Minuten vor und klärt offene Fragen.
  2. In einem nächsten Schritt haben die Kursteilnehmenden die Chance, ihre neuen Erkenntnisse umzusetzen und das vorgestellte Tool auszuprobieren. In der Übungsphase ist es den Lehrpersonen freigestellt, wie sie sich organisieren. Die Kursleitung fungiert dabei als Experte und berät die Lehrpersonen.
  3. Nach dieser Übungsphase treffen sich die Gruppenmitglieder wieder und tauschen kurz aus, was sie umgesetzt haben. Spannend hierbei war zu sehen, inwiefern sich die Intensität der Auseinandersetzung mit der Lernapp unterschied. Einige kamen mit fast fertigen Unterrichtsideen, andere beschäftigten sich mit den Basics der Lernapp.
  4. Nach einer kurzen Pause gehen die Lehrpersonen in ihre neue Gruppe und wiederholen den vorherigen Ablauf für das neue Tool.
  5. Damit der Nachmittag gemeinsam abgerundet werden kann, versammelt sich das ganze Lehrpersonenteam, um prägnante Kernaussagen der Weiterbildung digital festzuhalten. Hier wurden zu unserem Erfreuen auch viele positive Rückmeldungen gegeben.

Reflexion

Beim gemeinsamen Austausch haben wir unterschiedliche Vor- und Nachteile entdeckt. In Wigoltingen ist das kleine Team ein klarer Vorteil. So wissen die iScouts im Voraus, wo einzelne Lehrpersonen stehen und können darauf eingehen. Aber auch hier zeigt sich ein klarer Vorteil für Amriswil. Durch die vielen Lehrpersonen können am Ende einer solchen Übungsphase zahlreiche Lernprodukte betrachtet werden. Gleichzeitig steht der iScout bei einem grossen Team natürlich auch vor Herausforderungen. Durch die Bandbreite des Vorwissens stehen alle Lehrpersonen an einem anderen Ort und der iScout muss bei einigen schon viel Zeit aufwenden für Probleme, die andere nicht haben. Als Beispiel das Eingeben der Anmeldedaten für Office365.

Die Grösse des Lehrerteams ist auch entscheidend für die Terminfindung. Am besten ist es, wenn der Termin schon zu Beginn des Schuljahres festgesetzt wird, damit sich Interessierte organisieren können.

Ein zentraler Punkt, welchen wir gerne als Praxistipp weitergeben, ist das direkte Erstellen eines Accounts auf der entsprechenden Plattform. Dies hat zur Folge, dass die Lehrpersonen die App wieder benutzen, da die meisten den Aufwand scheuen, nach einer Weiterbildung selbst einen Account zu erstellen oder es auch einfach vergessen.

Grundsätzlich sind wir beide sehr zufrieden mit unserer Weiterbildung. Denn die Beteiligten haben ihrer Rückmeldung nach etwas gelernt und es wurden neue digitale Lernmöglichkeiten für den Unterricht geschaffen. Auch konnten kleine Probleme wie Passwörter zurücksetzen oder private Geräte mit dem W-lan verbinden, gelöst werden. Wir sind uns aber uneinig, ob diese Themen auch an dieser Weiterbildung besprochen werden sollten. Einerseits finden wir es gut, da die Hemmschwelle überwunden wird und so einfacher der Kontakt mit den iScouts geknüpft werden kann. Andererseits finden wir es bedauerlich, da diese Zeit für die Weiterbildung an sich genutzt und diese Themen in anderen Lektionen oder Zeitgefässen gelöst werden sollten.

  • Letizia Severini, iScout Egelmoos Amriswil
  • Nicole Grob, iScout Sekundarschule Wigoltingen
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